Mehr zur Traumatherapie

Behutsamkeit,

die wirkt!

Von einem Trauma wird gesprochen, wenn wir nicht in der Lage sind, eine Situation durch Kampf- oder Fluchtreaktion befriedigend zu bewältigen und in einer Erstarrungsreaktion stecken bleiben. Oft verabschiedet sich in dieser Not innerlich ein Teil unserer Persönlichkeit, d.h. er dissoziiert, spaltet sich ab. Dadurch bleibt eine beachtlicher Teil an Lebensenergie an einem „sicheren Ort“ gebunden und steht uns im Alltag nicht zur Verfügung.

Nicht nur heftige Situationen wie Unfälle, Gewalt, schwierige Geburt sind mögliche Auslöser von Traumas, sondern auch Vernachlässigung, emotionale oder/und tatsächliche Abwesenheit eines Elternteiles in der Kindheit etc.

Ob uns ein Trauma nachhaltig beeinflusst, zeigt sich erst nach einiger Zeit, wenn dieser Zustand nicht auf natürliche Weise im System verstoffwechselt wird. Wir entwickeln Muster aus Reaktionen, die zwar im Moment hilfreich und auch kreativ waren, letztlich jedoch nicht mehr dienlich noch situtationsbezogen sind und hemmend auf die Lebenskraft wirken.

Da das innere Erleben durch die Belastung des Nervensystemes nicht mehr mit den äusseren Begebenheiten übereinstimmt, braucht es ein hohes Mass an Energie, dies zu koordinieren und im Alltag einigermassen zu funktionieren. Die Resilienz ist verringert, wodurch Belastungssituationen zu Auslösern von Chaos werden können. Von Aussen betrachtet ist das Verhalten oft unverständlich, nicht nachzuvollziehen, übersensibel. Grenzen können nicht mehr klar gefühlt werden. Stabilität, Begegnung und Beziehungen werden schwierig. Und vielfach folgt die Erschöpfung.

„Trotz dieser Schwierigkeiten müssen TherapeutInnen Zugang zu dieser inneren Sonderwelt (oder Sonderabwesenheit) finden.“ J.B. Schmidt

Es braucht eine äusserst behutsame Kontaktaufnahme und einen sicheren und zugleich weiten Raum, in dem sich alle Teile der Persönlichkeit angesprochen fühlen können.

In der Traumatherapie geht es um den Aufbau von Selbstregulation, die Weitung des Resilienzfensters hin zu einem ermächtigenden Gefühl von SelbstWahrnehmung und der Rückeroberung eines instinktiven Vertrauens ins eigene System.

Dies geschieht zuerst einmal durch die Erfahrung der Co-Regulation durch die Therapeutin, den Therapeuten und die Anerkennung dessen, was ist. Die Forschung rund um die Spiegelneuronen unterstreichen diese Bedeutsamkeit. Im überschaubaren Setting einer Zweierkonstellation können Verbindungen ausprobiert und geschaffen werden, zum eigenen Körper, den Gefühlen, dem inhärenten Gesundungsplan, den abgespaltenen Teilen… ganz langsam! So langsam, dass der Körper die Erfahrung verstoffwechseln, überschüssige Energie auf sichere und feine Art entladen und den eigenen Innenraum behutsam beleben und ausfüllen kann. Das Nervensystem wird so Schritt für Schritt gestärkt und der LebensSpielRaum weitet sich.

Ich kombiniere diese Arbeit je nach Bedarf mit CranioSacraler Berührung.